Pflegekosten – oder wie wollen Sie im Alter leben?

Auf die obige Frage „wie wollen Sie im Alter leben“ werden sehr viele antworten: die Hauptsache wäre, dass ich noch einigermaßen gesund bin.

Die Medizin jedenfalls heilt oder lindert viele Krankheiten und so steigt die Lebenserwartung ständig. Aber der Alterungsprozess kann nicht gestoppt werden. So werden wir dann auch ohne schwerer Erkrankung zunehmend hilfsbedürftiger.

Die Angehörigen mögen zwar gewillt sein, das aufzufangen, kommen aber sehr schnell an die Grenzen des Machbaren hinsichtlich Räumlichkeiten, Entfernungen, zeitlichem Umfang, der schwere des Pflegefalls oder dem eigenen hohen Alter oder eigenen Erkrankungen.

Also muss fremde Hilfe organisiert werden – und die kostet – egal ob ambulant oder stationär – sehr viel Geld.

Bei Ehepaaren stellt sich zudem die Frage, wovon der nicht pflegebedürftige Ehegatte nach Bezahlung der Pflegekosten noch leben soll bzw. wer die Pflegekosten von ggf. beiden Ehegatten zahlt.

Oder wie finanziert ein Elternpaar die Pflegelücke von z.B. 2.000 EUR monatlich, wenn ein Kind durch Krankheit oder Unfall pflegebedürftig wird?

Statistisch werden derzeit 3 von 4 Frauen und jeder zweite Mann pflegebedürftig. Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt 68 Monate – mit steigender Tendenz. In den nächsten 35 Jahren wird sogar mit einer Verdopplung der Pflegefälle gerechnet.